Barbara Dauner-Lieb
Professor Dr. Dr. h. c. Barbara Dauner-Lieb hält den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung an der Universität Köln und ist Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen. Für ihr Engagement um den juristischen Berufsstand und die juristische Ausbildung erhielt sie unter anderem ein Bundesverdienstkreuz sowie den Landeslehrpreis Nordrhein-Westfalen.
Was macht für Sie gute juristische Ausbildung aus?
Sie macht Spaß, sie begeistert für den Rechtsstaat und seine Institutionen, sie legt den Schwerpunkt auf Methode und juristisches Handwerkszeug und legt damit eine solide Grundlage für eine erfolgreiche juristische Tätigkeit in Zeiten des Umbruchs.
Warum engagieren Sie sich für die Verbesserung der juristischen Ausbildung?
Weil der Rechtsstaat gut ausgebildete, begeisterte methodensichere Juristen braucht.
Worüber wird im Kontext der juristischen Ausbildung zu wenig geredet?
Die Rolle richterlicher Rechtsprechung und der methodensichere Umgang mit höchstrichterlicher Rechtsprechung spielt in der juristischen Lehre bisher keine nennenswerte Rolle, obwohl höchstrichterliche Rechtsprechung für die praktische Tätigkeit zentral ist.
Können Sie uns eine Sache nennen, die sich in der juristischen Ausbildung ändern muss?
Es muss eine deutliche Schwerpunktverlagerung von der Reproduktion juristischen Detailwissens auf Vermittlung von Methode und Handwerkszeug erfolgen.


